Samstag, 14, Februar, 2026

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Thomas Stumph: Sohn von Wolfgang Stumph und Volleyball-Chef

Der Name Stumph steht in Deutschland für Unterhaltung. Wolfgang Stumph gehört zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Fernsehen, seine Tochter Stephanie tritt in seine Fußstapfen. Doch thomas stumph, der ältere Sohn der Familie, hat sich bewusst gegen die Bühne entschieden. Stattdessen prägte er sechs Jahre lang den Dresdner Nachwuchsvolleyball.

Der Sohn ohne Rampenlicht

Thomas Stumph, um 1970 geboren, wuchs mit einem berühmten Vater auf. Wolfgang Stumph wurde durch seine Rollen in deutschen Produktionen zum Publikumsliebling, Mutter Christine hielt der Familie den Rücken frei. Die 1984 geborene Schwester Stephanie entschied sich später für die Schauspielerei. Thomas ging einen anderen Weg.

Er arbeitet für Lufthansa. Kein Showgeschäft, keine Kameras, keine Interviews. Während sein Vater Millionen Zuschauer unterhält, kümmert sich Thomas um die Luftfahrtbranche. Diese Entscheidung mag überraschen, passt aber zu einem Mann, der Öffentlichkeit meidet.

Sechs Jahre an der Spitze des VC Olympia Dresden

2010 begann Thomas Stumph sein Engagement beim VC Olympia Dresden. Der Verein zählt zu den wichtigsten Nachwuchszentren im deutschen Volleyball und fungiert als Bundesstützpunkt. Insgesamt verbrachte er acht Jahre im Vorstand, davon sechs als Vorsitzender.

Die Erfolge sprechen für sich. Unter seiner Führung holte der VCO zwei deutsche Meistertitel in den Jugendklassen U18 und U20. Dazu kam Bronze bei der U16. Das erfolgreichste Jahr in der jüngeren Vereinsgeschichte fiel in seine Amtszeit.

Die Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Der VC Olympia Dresden entwickelte sich zum Sprungbrett für junge Talente aus Sachsen. Viele Spieler, die damals in den Jugendmannschaften starteten, spielen heute in höheren Ligen. Die Strukturen, die Thomas mit aufbaute, tragen den Verein bis heute.

Barbara Makowska und das Jahr 2016

Volleyball verband Thomas Stumph auch privat. Er hatte eine Beziehung mit Barbara Makowska, geboren 1967. Die ehemalige polnische Nationalspielerin arbeitete als Trainerin beim Dresdner SC und kannte die Szene.

2016 endete die Beziehung. Im selben Jahr trat Thomas als Vorsitzender des VC Olympia Dresden zurück. Nach sechs Jahren an der Spitze gab er den Posten ab. Ob persönliche Gründe oder berufliche Veränderungen den Ausschlag gaben, bleibt offen. Thomas äußert sich nicht öffentlich zu seinem Privatleben.

Bodenständigkeit statt Berühmtheit

Die Stumph-Familie zeigt zwei Gesichter. Wolfgang und Stephanie leben vom Applaus, arbeiten vor der Kamera, stehen in der Öffentlichkeit. Thomas macht das Gegenteil. Keine Social-Media-Accounts, keine Pressetermine, kein Interesse an Aufmerksamkeit.

Diese Haltung fällt auf. Viele Kinder prominenter Eltern nutzen den bekannten Namen. Thomas tat es nie. Bei Lufthansa zählt Leistung, nicht der Nachname. Beim VC Olympia Dresden bewerteten ihn die Menschen nach seiner Arbeit für den Verein.

In Dresden erinnert man sich an einen engagierten Funktionär. Jemand, der Sitzungen leitete, Budgets durchsetzte, Trainer unterstützte. Die unspektakuläre Arbeit, die Sportvereine am Laufen hält. Ohne sie gibt es keine Meistertitel.

Was vom Engagement bleibt

Der VC Olympia Dresden existiert weiter. Die Nachwuchsarbeit läuft, neue Talente rücken nach, Titel werden geholt. Die Grundlagen dafür entstanden auch in den Jahren, als Thomas Stumph den Vorsitz hatte.

Sportfunktionäre arbeiten im Hintergrund. Sie verhandeln mit Sponsoren, organisieren Turniere, lösen Probleme. Die Spieler bekommen den Applaus, die Trainer die Anerkennung. Vorstände bekommen bestenfalls einen Eintrag auf der Vereinswebsite.

Thomas Stumph hat das akzeptiert. Er übernahm Verantwortung ohne Ruhm. Sechs Jahre lang führte er einen der wichtigsten Jugendvolleyballvereine Deutschlands. Dann trat er zurück und verschwand wieder aus der Öffentlichkeit.

Ein Leben nach eigenen Regeln

Wolfgang Stumph ist 80 Jahre alt, immer noch präsent im deutschen Fernsehen. Stephanie Stumph, 42, arbeitet als Schauspielerin. Und Thomas? Er ist um die 56, arbeitet vermutlich weiterhin für Lufthansa, lebt ohne öffentliche Aufmerksamkeit.

Die meisten Menschen in Deutschland kennen seinen Vater. Nur wenige wissen von thomas stumph. Er hat es so gewählt. Zwischen Prominenz und Sportfunktion hat er seinen Platz gefunden. Fernab der Kameras, ohne Scheinwerfer, mit dem Wissen, etwas aufgebaut zu haben, das über ihn hinaus Bestand hat.

Kathrin Biermann
Kathrin Biermannhttps://derteilnehmer.de/
Kathrin Biermann ist leitende Redakteurin und Mitgründerin von DerTeilnehmer. Seit mehr als acht Jahren berichtet sie über Themen aus Gesellschaft, Kultur, Technologie und internationaler Politik. Ihre journalistische Laufbahn führte sie durch verschiedene Redaktionen, bevor sie gemeinsam mit Ursula Waechter DerTeilnehmer gründete — mit dem Ziel, Nachrichten zu liefern, die informieren statt verwirren. Kathrin ist bekannt für ihre gründliche Quellenarbeit und ihren klaren, schnörkellosen Schreibstil. Abseits der Redaktion verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit Reisen und der Suche nach Geschichten, die noch niemand erzählt hat.

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