Der Sven Kroll Familienstand ist ein Rätsel. Während der WDR-Moderator seit 2008 auf den Bildschirmen präsent ist und Formate wie „Hier und heute“ moderiert, bleibt sein Privatleben eine Leerstelle. Verheiratet? Geschieden? Kinder? Auf diese Fragen gibt es keine gesicherten Antworten. Was sich hingegen belegen lässt, ist eine Geschichte über Familienabbruch und die Entscheidung, nicht alles preiszugeben.
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Das Missverständnis mit dem „Scheidungskind“
Im Netz kursieren Behauptungen, Sven Kroll sei geschieden. Die Quelle dieser Vermutung liegt in einem Interview beim „Kölner Treff“, in dem er über seine Erfahrung als „Scheidungskind“ sprach. Die Interpretation war falsch. Kroll bezog sich auf die Trennung seiner Eltern, die erfolgte, als er 14 Jahre alt war. Von einer eigenen Scheidung ist nirgendwo die Rede.
Geboren am 14. Dezember 1983 in Ahlen, erlebte der heutige 42-Jährige die Scheidung seiner Eltern Ende der 1990er Jahre. Was folgte, war eine Entfremdung, die weit über das übliche Maß hinausging.
Kontaktabbruch zu beiden Elternteilen
Sven Kroll gehört zu rund 100.000 Erwachsenen in Deutschland, die keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern haben. Nach der Scheidung verlor sich zunächst der Kontakt zum Vater. Später brach auch die Verbindung zur Mutter ab. Über die Gründe schwieg Kroll lange. Die Scham war zu groß.
Beim „Kölner Treff“ sprach er erstmals öffentlich darüber:
- Der Kontakt zum Vater endete nach der Scheidung
- Jahre später folgte der Bruch mit der Mutter
- Er hielt diese Entscheidung aus Scham geheim
- Das gesellschaftliche Tabu macht es Betroffenen schwer, offen damit umzugehen
Familienabbruch wird in Deutschland selten thematisiert. Wer sich von Eltern distanziert, kämpft mit Vorwürfen und Unverständnis. Kroll durchbrach dieses Schweigen, indem er seine Geschichte erzählte.
Keine bestätigten Informationen über Ehe oder Kinder
Zum Sven Kroll Familienstand im Sinne von Partnerschaft und Kindern gibt es keine verifizierbaren Angaben. Einzelne Webseiten behaupten, er sei verheiratet und habe zwei Kinder. Diese Informationen lassen sich nicht belegen. Ein Artikel vom August 2023 stellt klar, dass keine Kinder bekannt sind.
Die Faktenlage:
- Keine Bestätigung einer Ehe
- Keine Bestätigung einer Scheidung
- Widersprüchliche Angaben zu Kindern, keine davon verifizierbar
- Kroll äußert sich nicht zu seinem Beziehungsstatus
Ob die fehlenden Informationen bedeuten, dass Kroll tatsächlich alleinstehend und kinderlos ist, oder ob er sein Privatleben konsequent schützt, bleibt offen.
18 Jahre beim WDR ohne private Einblicke
Seit 2008 moderiert Sven Kroll beim WDR. Er entwickelte „Der geschenkte Tag“, moderiert „Hier und heute“ und weitere Formate. Beruflich ist er sichtbar, privat unsichtbar. Kein Instagram-Account mit Familienfotos, keine Interviews über Partner oder Kinder, keine Anekdoten aus dem Privatleben.
Diese Haltung unterscheidet ihn von vielen Kollegen, die ihr Leben öffentlich dokumentieren. Kroll zieht eine klare Linie zwischen beruflicher Person und Privatmensch. Was hinter dieser Linie liegt, teilt er nicht.
Warum das Schweigen Sinn macht
Nach einem Familienabbruch und der öffentlichen Thematisierung dieses schmerzhaften Prozesses wirkt Krolls Zurückhaltung beim Rest seines Privatlebens wie eine logische Konsequenz. Wer so viel Verletzlichkeit gezeigt hat, darf sich schützen. Wer keine heile Familie präsentieren kann, muss keine alternative Familienstruktur zur Schau stellen.
Der WDR-Moderator beweist seit 18 Jahren, dass Erfolg im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht an private Offenbarungen gekoppelt ist. Sein Beziehungsstatus bleibt sein Beziehungsstatus. Seine möglichen Kinder bleiben seine möglichen Kinder.
Was bleibt
Über den Sven Kroll Familienstand lässt sich sagen: Er ist ungeklärt. Keine Ehe nachweisbar, keine Scheidung dokumentiert, keine Kinder bestätigt. Was sich nachweisen lässt, ist der Bruch mit beiden Elternteilen und die Entscheidung, diesen Teil seiner Geschichte zu teilen, während der Rest privat bleibt. In einer Medienlandschaft, die ständig nach mehr verlangt, ist das eine Seltenheit. Und vielleicht genau deshalb bemerkenswert.

