Eisi Gulp ist am Leben. Der 70-jährige Schauspieler steht auf der Bühne, dreht für den BR und plant seine nächsten Projekte. Trotzdem kursiert im Netz hartnäckig die Behauptung, Sascha Wagenbauer aus „Dahoam is Dahoam“ sei tot aufgefunden worden. Hinter der Suchanfrage steckt ein perfides System aus Fake-News-Seiten, die gezielt mit erfundenen Todesmeldungen Geld verdienen.
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Eisi Gulp lebt und arbeitet
Der Münchner Kabarettist, geboren am 3. November 1955, tourt derzeit mit seinem Programm „Tagebuch eines Komikers“ durch Deutschland. Termine bis Ende 2026 sind bestätigt. Parallel steht er für neue Folgen der BR-Serie vor der Kamera. Seit 2015 spielt Gulp die Rolle des Sascha Wagenbauer in Lansing.
Eine offizielle Todesmeldung gab es nie. Weder vom Bayerischen Rundfunk noch von Gulps Management. Auch etablierte Medien wie die Süddeutsche Zeitung oder andere Tageszeitungen haben niemals über einen Todesfall berichtet. Der Schauspieler selbst äußerte sich nicht zu den Gerüchten.
Wie die Falschmeldung entstand
Dubiose Websites mit erfundenen Namen wie „itsmagazine.de“, „heutemagazines.de“ oder „faktenwelle.de“ veröffentlichen seit Monaten Artikel mit reißerischen Überschriften. Die Seiten kopieren Layouts seriöser Medien, arbeiten aber ohne Redaktion oder journalistische Standards. Ihr Ziel: Werbeeinnahmen durch Klicks.
So funktioniert das System: Die Fake-Portale nutzen häufig gesuchte Namen und kombinieren sie mit dramatischen Begriffen wie „tot aufgefunden“ oder „tragischer Tod“. Algorithmen in Suchmaschinen erkennen die Manipulation oft zu spät. Die Seiten verschwinden nach kurzer Zeit und tauchen unter neuem Namen wieder auf.
Verwechslung mit realen Todesfällen
Die Gerüchte um Sascha Wagenbauer könnten durch zwei tatsächliche Todesfälle aus dem „Dahoam is Dahoam“-Cast befeuert worden sein. Beide Verluste liegen mehrere Jahre zurück, sind aber bei Fans noch präsent.
Michael Schreiner verstarb am 8. September 2019 im Alter von 69 Jahren. Der Schauspieler spielte seit 2007 den Knecht Xaver in der Serie.
Ferdinand Schmidt-Modrow starb am 15. Januar 2020 mit nur 34 Jahren an einem nicht diagnostizierten Riss in der Speiseröhre. Er verkörperte Pfarrer Simon Brandl und war einer der jüngsten Hauptdarsteller der Serie.
Beide Todesfälle wurden damals vom BR offiziell bestätigt und von allen großen Medien berichtet. Die Produktionsfirma würdigte die Schauspieler in Sondersendungen. Bei Eisi Gulp gibt es nichts Vergleichbares.
Warum sich das Gerücht hält
Soziale Netzwerke verstärken das Problem. Nutzer teilen reißerische Schlagzeilen, ohne die Quelle zu prüfen. Ein Post auf Facebook oder Twitter erreicht binnen Stunden Tausende Menschen. Die Korrektur kommt später oder gar nicht.
Hinzu kommt: Viele kennen Eisi Gulp aus den Eberhofer-Krimis. Die Filme sind Publikumslieblinge, der Schauspieler deutschlandweit bekannt. Ein vermeintlicher Tod sorgt für Aufmerksamkeit. Genau darauf spekulieren die Betreiber der Fake-Seiten.
Woran man seriöse Quellen erkennt
Der Bayerische Rundfunk informiert auf seiner offiziellen Website über alle wichtigen Entwicklungen rund um „Dahoam is Dahoam“. Cast-Wechsel, Jubiläen oder tragische Ereignisse werden dort transparent kommuniziert.
- Impressum prüfen: Seriöse Nachrichtenseiten nennen Herausgeber, Redaktionsadresse und Verantwortliche
- Mehrere Quellen abgleichen: Große Nachrichtenereignisse werden von mehreren unabhängigen Medien bestätigt
- Auf das Datum achten: Alte Meldungen werden oft recycelt und als aktuell ausgegeben
- Domain-Namen hinterfragen: Erfundene Magazine mit generischen Namen sind meist unseriös
Was Gulp aktuell macht
Der gebürtige Münchner blickt auf eine lange Karriere zurück. Vor seiner Zeit bei „Dahoam is Dahoam“ war er bereits als Kabarettist etabliert. Die Rolle als Papa Eberhofer in der gleichnamigen Filmreihe machte ihn einem breiten Publikum bekannt.
Sein Tourprogramm führt ihn 2025 und 2026 quer durch die Republik. Auftritte in München, Berlin, Hamburg und anderen Städten sind geplant. Parallel arbeitet er an neuen Projekten. Von gesundheitlichen Problemen ist nichts bekannt.
Aktuelle Projekte von Eisi Gulp:
- Tournee „Tagebuch eines Komikers“ bis Ende 2026
- Dreharbeiten für neue „Dahoam is Dahoam“-Folgen
- Mögliche weitere Eberhofer-Verfilmungen in Planung
Der Schaden für Betroffene
Falsche Todesmeldungen verursachen realen Schaden. Angehörige und Freunde werden mit besorgten Anrufen konfrontiert. Fans sind verunsichert. Der Betroffene selbst muss sich rechtfertigen, obwohl er nichts getan hat.
Rechtlich lässt sich gegen die Betreiber solcher Seiten kaum vorgehen. Sie operieren oft aus dem Ausland, die Server wechseln ständig. Löschanträge laufen ins Leere. Die Portale verschwinden, bevor Behörden eingreifen können.
Was die Recherche ergab
Eine Überprüfung aller verfügbaren Quellen führte zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Meldung „dahoam is dahoam sascha tot aufgefunden“ ist frei erfunden. Kein etabliertes Medium hat je darüber berichtet. Der BR schweigt zu den Gerüchten, weil es nichts zu bestätigen gibt.
Eisi Gulp arbeitet weiter. Sascha Wagenbauer bleibt Teil der Lansinger Dorfgemeinschaft. Wer anderes behauptet, verbreitet Desinformation. Die Verantwortlichen sitzen hinter Fake-Portalen, die einzig dem Zweck dienen, mit erfundenen Geschichten Werbeeinnahmen zu generieren. Das System funktioniert, weil Menschen emotional auf solche Meldungen reagieren und Links teilen, ohne die Quelle zu hinterfragen. Der Fall zeigt: Im Netz ist Skepsis wichtiger denn je.

