Tausende Videos auf YouTube behaupten, Angelo Kelly sei gestorben. Fans suchen verzweifelt nach Informationen zur angeblichen Angelo Kelly Beerdigung. Die Realität sieht anders aus.
Angelo Kelly lebt. Der 43-jährige Musiker probt gerade für seine Tour 2026. Trotzdem findet sich sein Name seit über drei Jahren in gefälschten Todesmeldungen, die Millionen Klicks generieren.
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Wie eine Lüge zur Industrie wurde
Im Dezember 2022 erschien das erste Video. Der Titel versprach exklusive Bilder von Angelo Kellys Beerdigung. Das Thumbnail zeigte ein bearbeitetes Foto mit Trauerflor. Eine computergenerierte Stimme verkündete den angeblichen Tod.
Das Video verschwand nach wenigen Wochen. Doch es war der Anfang einer Welle. Seit Ende 2022 tauchen immer wieder neue Kanäle auf, die dasselbe Muster kopieren. Allein in den letzten zwölf Monaten zählten Faktenchecker Dutzende solcher Fälschungen.
Die Videos verdienen Geld. Jeder Klick bringt Werbeeinnahmen. Die Emotionen der Fans werden zur Handelsware. Wer nach „Angelo Kelly Beerdigung“ sucht, landet in einem Netz aus Clickbait und manipulierten Bildern.
Das System dahinter
Die Macher sitzen oft im Ausland. Thailand ist ein häufiger Standort. Von dort aus betreiben sie Dutzende YouTube-Kanäle parallel. Jeder Kanal folgt derselben Formel:
- Schockierende Überschriften mit Worten wie „Tragödie“, „Abschied“ oder „Trauerfeier“
- Bearbeitete Fotos als Vorschaubild, die authentisch wirken sollen
- KI-Stimmen, die einen seriösen Nachrichtenton imitieren
- Dramatische Musik, um echte Trauer vorzutäuschen
YouTube löscht regelmäßig Kanäle. Innerhalb weniger Tage erscheinen neue Profile mit identischem Inhalt. Die Plattform kommt gegen die Masse nicht an.
Verifiziert durch: Die Deutsche Presse-Agentur, Mimikama und 20 Minuten haben die Todesmeldungen überprüft. Alle drei Organisationen bestätigen: Angelo Kelly lebt.
Die anderen Opfer
Angelo Kelly steht auf einer langen Liste. Maite Kelly, seine Schwester, wurde ebenso zum Ziel wie Schlagersängerin Kerstin Ott. Jürgen Drews, Nino de Angelo und sogar Michael Schumacher finden sich in den gefälschten Trauermeldungen.
Michael Schumacher ist ein besonders zynischer Fall. Der Formel-1-Champion zog sich nach seinem Skiunfall 2013 aus der Öffentlichkeit zurück. Seine Familie schweigt zu seinem Gesundheitszustand. Diese Informationslücke nutzen die Video-Betrüger aus.
Die Masche funktioniert bei allen Prominenten gleich gut. Emotionale Bindung der Fans plus Informationshunger ergibt maximale Klickzahlen.
Angelo Kellys tatsächliches Leben
Während die Fake-Videos kursieren, arbeitet Angelo Kelly an seiner Musik. Seine „Ready to Rock“ Tour startet 2026. Über Instagram und seine Website hält er Fans auf dem Laufenden.
Die Konzerttermine sind real. Die Proben laufen. Kelly postet regelmäßig Fotos aus seinem Alltag. Wer seinen offiziellen Kanälen folgt, findet die Wahrheit binnen Sekunden.
Schutz vor Fake-Todesmeldungen
Drei einfache Schritte helfen bei der Überprüfung:
- Etablierte Medien checken: Stirbt wirklich ein Prominenter, berichten Zeitungen wie Süddeutsche, FAZ oder Spiegel innerhalb von Minuten.
- Offizielle Profile besuchen: Instagram, Facebook oder die Website des Stars zeigen die Wahrheit.
- Faktenchecker nutzen: Mimikama.at, der DPA-Faktencheck oder CORRECTIV klären Falschmeldungen auf.
Verdacht auf Fake-Video? Teilen Sie den Link nicht. Melden Sie das Video stattdessen direkt bei YouTube. Jede Meldung hilft der Plattform beim Aussortieren.
Rechtslage und Konsequenzen
Falsche Todesmeldungen verletzen das Persönlichkeitsrecht. In Deutschland könnten Betroffene klagen. Die Realität ist komplizierter. Die Kanäle sitzen im Ausland, die Betreiber bleiben anonym. Eine Strafverfolgung scheitert oft an fehlender internationaler Zusammenarbeit.
YouTube trägt Verantwortung, reagiert aber meist erst nach Meldungen. Automatische Filter erkennen die Fälschungen nicht zuverlässig genug. Zu viele neue Videos erscheinen täglich.
Wer nach Angelo Kelly Beerdigung sucht, findet keinen Nachruf. Angelo Kelly lebt, macht Musik und ignoriert die Lügen. Die Fake-Industrie bleibt bestehen, solange Klicks Geld bringen. Fans können sie stoppen, indem sie dubiose Videos melden statt anzuklicken. Jeder ignorierte Fake-Beitrag ist ein kleiner Sieg gegen die Desinformation.

