Sonntag, 15, Februar, 2026

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Todesursache Mirco Nontschew (†52): Obduktion erklärt

Die Todesursache Mirco Nontschew wurde nie vollständig geklärt. Als Einsatzkräfte am 3. Dezember 2021 die Tür zu seiner Berliner Wohnung aufbrachen, war der 52-Jährige bereits tot. Seine Familie hatte ihn tagelang nicht erreichen können. Die Polizei sprach von natürlichen Ursachen, doch was genau in der Wohnung in Berlin-Lankwitz passierte, bleibt bis heute im Dunkeln.

3. Dezember 2021: Der letzte Tag

Gegen 16 Uhr rückten Rettungskräfte in der Steglitzer Wohnung an. Die Familie hatte Alarm geschlagen, nachdem Nontschew mehrere Tage nicht erreichbar war. Die Tür musste gewaltsam geöffnet werden. Für den Comedian kam jede Hilfe zu spät.

Manager Bertram Riedel verkündete wenig später, eine Obduktion habe natürliche Ursachen ergeben. Die Berliner Polizei bestätigte: kein Suizid, keine Fremdeinwirkung. Doch dann kam der Widerspruch.

Die Verwirrung um die Todesursache

Die Berliner Staatsanwaltschaft stellte klar, dass die Ermittlungen zum Zeitpunkt von Riedels Aussage noch liefen. Der Manager hatte zu früh gesprochen. Ein offizieller Obduktionsbericht wurde nie veröffentlicht. Welche Krankheit oder welches medizinische Problem zum Tod führte, gab keine Behörde bekannt.

Warnsignale in den letzten Wochen

Im Oktober 2021, nur zwei Monate vor seinem Tod, stand Nontschew für die dritte Staffel von LOL: Last One Laughing vor der Kamera. Die Show sollte im Frühjahr 2022 erscheinen und wurde später ihm gewidmet.

Bereits bei den Dreharbeiten zur ersten Staffel hatte er körperliche Grenzen erlebt. Drei Tage lang übergab er sich nach den Aufnahmen. Die Anstrengung war so extrem, dass er ins Krankenhaus musste und eine Infusion benötigte. Kollegen berichteten nach seinem Tod, er habe sich in den letzten Tagen über körperliches Unwohlsein beklagt. Ob das mit seinem Tod zusammenhing, wurde nie bestätigt.

Von Ost-Berlin zu RTL Samstag Nacht

Mirco Nontschew wurde am 29. Oktober 1969 in Ost-Berlin geboren. Sein Vater Vasko Nontschew war bulgarischer Musiker, seine Mutter Journalistin. Nach einer Ausbildung zum Mechaniker fand er 1989 zur Kunst. Als Beatboxer und Breakdancer trat er mit der Gruppe „Downtown Lyrics“ auf.

1993 castete Hugo Egon Balder ihn als erstes Mitglied für eine neue Comedyshow. RTL Samstag Nacht lief von 1993 bis 1998 und machte Nontschew bundesweit bekannt. Seine Spezialität: Geräuschimitationen. Er konnte nahezu jeden Sound nachahmen, von absurden Alltagsgeräuschen bis zu komplexen Beatbox-Passagen.

Karriere im Überblick

  • 1989: „Downtown Lyrics“ – Beatboxer und Breakdancer
  • 1993-1998: RTL Samstag Nacht – Gründungsmitglied
  • 2001: „Mircomania“ – eigene Show bei Sat.1
  • 2004-2006: „7 Zwerge“ – Rolle als Zwerg Tschakko
  • 2021: LOL: Last One Laughing – Comeback

Nach dem Ende von RTL Samstag Nacht bekam er 2001 seine eigene Show „Mircomania“ bei Sat.1. Zwischen 2004 und 2006 spielte er in den Filmen „7 Zwerge“ den Zwerg Tschakko. Dann wurde es ruhiger um ihn. 2021 feierte er mit LOL sein Comeback.

Was bleibt

Nontschew hinterließ zwei Töchter. Eine aus der Ehe mit seiner Ex-Frau Melanie, eine aus der Beziehung mit Freundin Monique Bredow. Die deutsche Comedy-Szene verlor einen ihrer kreativsten Köpfe.

Kollegen wie Wigald Boning und Rick Kavanian würdigten ihn nach seinem Tod als einzigartiges Talent. Die dritte Staffel von LOL wurde ihm gewidmet. Warum die Familie und die Behörden die genaue medizinische Todesursache nicht öffentlich machten, werden sie ihre Gründe haben.

Die todesursache mirco nontschew bleibt offiziell als natürlich dokumentiert. Mehr werden wir wohl nicht erfahren. Ein 52-jähriger Mann starb allein in seiner Wohnung, und die Details bleiben privat. So ist das manchmal, selbst bei Menschen, die ihr Leben lang im Rampenlicht standen.

Kathrin Biermann
Kathrin Biermannhttps://derteilnehmer.de/
Kathrin Biermann ist leitende Redakteurin und Mitgründerin von DerTeilnehmer. Seit mehr als acht Jahren berichtet sie über Themen aus Gesellschaft, Kultur, Technologie und internationaler Politik. Ihre journalistische Laufbahn führte sie durch verschiedene Redaktionen, bevor sie gemeinsam mit Ursula Waechter DerTeilnehmer gründete — mit dem Ziel, Nachrichten zu liefern, die informieren statt verwirren. Kathrin ist bekannt für ihre gründliche Quellenarbeit und ihren klaren, schnörkellosen Schreibstil. Abseits der Redaktion verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit Reisen und der Suche nach Geschichten, die noch niemand erzählt hat.

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