Sonntag, 15, Februar, 2026

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Was ist mit dem rechten Ohr von Alice Weidel? Faktencheck 2025

Wer nach Alice Weidel sucht, stößt früher oder später auf eine merkwürdige Frage: Was ist mit dem rechten Ohr von Alice Weidel? Die AfD-Kanzlerkandidatin steht häufig im Rampenlicht, doch neben ihrer Politik kursieren in sozialen Medien seit Jahren Gerüchte über ihr Aussehen. Wir haben recherchiert und die Faktenlage geprüft.



Woher kommt die Diskussion?

Die Spekulation über Weidels rechtes Ohr ist kein neues Phänomen. Bereits 2017 tauchten erste Beiträge auf, die sich mit dem Thema beschäftigten. Auf Plattformen wie Twitter, TikTok und diversen Internetforen wurde diskutiert, ob die Politikerin möglicherweise eine Ohrenprothese trägt.

Die Vermutungen stützen sich dabei hauptsächlich auf Fotos, bei denen das rechte Ohr anders aussehen soll als das linke. Nutzer verglichen Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln und spekulierten über mögliche Unterschiede in Form und Struktur.

Was sagen Faktenchecker dazu?

Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) hat sich im Rahmen ihrer Faktencheck-Arbeit mit dem Thema befasst. Allerdings ging es dabei nicht um eine Prothese, sondern um KI-generierte Bilder der Politikerin.

Der interessante Befund: Künstliche Intelligenz hat Schwierigkeiten, Weidels rechtes Ohr korrekt darzustellen. In gefälschten Fotos, etwa von einem angeblichen Treffen mit JD Vance, wirkt das Ohr deutlich anders als im Original. Das liegt daran, dass KI-Programme oft Probleme mit individuellen Ohrformen haben.

Das Faktencheck-Portal MEGAfoN bestätigte diese Beobachtung ebenfalls. Die Form des rechten Ohrs wird in computergenerierten Bildern häufig falsch wiedergegeben.

Die Gerüchte um eine Prothese

Im März 2025 nahm sich die Seite 1OUS.de der Frage an, ob Weidel tatsächlich eine Ohrenprothese trägt. Das Ergebnis ist eindeutig: Es gibt keine glaubwürdigen Informationen oder Beweise, die diese Behauptung stützen. Die Gerüchte scheinen unbegründet zu sein und entbehren jeder verlässlichen Quelle.

Weder in ihrer offiziellen Biografie noch in seriösen Medienberichten findet sich ein Hinweis auf eine solche Prothese. Die Spekulation bleibt damit genau das: eine Spekulation ohne Substanz.

Was berichten etablierte Medien?

Aufschlussreich ist auch, was nicht berichtet wird. Große deutsche Medienhäuser wie Der Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit oder die Süddeutsche Zeitung haben über viele Aspekte von Weidels Karriere berichtet:

  • Ihre Zeit als Bankerin bei Goldman Sachs
  • Ihre Rolle als AfD-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl
  • Verschiedene politische Kontroversen
  • Ihre Lebensführung in der Schweiz

Aber: Kein einziges dieser etablierten Medien hat je substanziell über ihr Ohr berichtet. Das spricht Bände über die Relevanz und Glaubwürdigkeit der Gerüchte.

Warum hält sich das Thema trotzdem?

Soziale Medien funktionieren nach eigenen Regeln. Einmal in die Welt gesetzte Vermutungen verbreiten sich schnell, selbst wenn sie unbegründet sind. Faktoren, die zur Verbreitung beitragen:

Algorithmen fördern Aufmerksamkeit Ungewöhnliche oder kontroverse Inhalte werden häufiger geteilt und kommentiert. Das sorgt für höhere Reichweite.

Bestätigungsfehler Menschen suchen oft nach Informationen, die ihre bestehenden Annahmen bestätigen. Wer einmal von der Vermutung gehört hat, achtet möglicherweise verstärkt darauf.

KI verschärft das Problem Wie der DPA-Faktencheck zeigt, können fehlerhafte KI-Darstellungen die Spekulation ungewollt befeuern. Wenn künstlich erzeugte Bilder das Ohr falsch zeigen, wirkt das für manche wie eine Bestätigung.

Fazit: Spekulation ohne Fundament

Die Frage, was mit dem rechten Ohr von Alice Weidel ist, lässt sich klar beantworten: nichts Besonderes. Die Gerüchte über eine Prothese sind durch keinerlei seriöse Quelle belegt. Faktenchecker haben die Behauptungen geprüft und als unbegründet eingestuft.

Was bleibt, ist ein Beispiel dafür, wie sich Vermutungen in sozialen Netzwerken verselbstständigen können. Gerade bei prominenten Persönlichkeiten wie der AfD-Politikerin entstehen solche Spekulationen schnell. Die Faktenlage zeigt jedoch: An den Gerüchten ist nichts dran.

Wer sich für die Kanzlerkandidatin interessiert, findet in etablierten Medien zahlreiche fundierte Berichte über ihre politischen Positionen und ihren Werdegang. Die Diskussion über ihr Aussehen gehört hingegen ins Reich der unbelegten Internetmythen.

Ursula Waechter
Ursula Waechterhttps://derteilnehmer.de/
Ursula Waechter ist Chefredakteurin und Mitgründerin von DerTeilnehmer. Mit über acht Jahren Erfahrung im deutschen Journalismus hat sie sich auf investigative Recherche, politische Berichterstattung und Wirtschaftsanalysen spezialisiert. Ihre Karriere begann im Lokaljournalismus, wo sie lernte, komplexe Themen verständlich und präzise aufzubereiten — eine Fähigkeit, die ihre Arbeit bis heute prägt. Ursula verantwortet die redaktionelle Ausrichtung und journalistische Qualitätssicherung bei DerTeilnehmer und legt besonderen Wert auf faktenbasierte, unabhängige Berichterstattung. Wenn sie nicht an einer Geschichte arbeitet, findet man sie mit einem Buch und viel zu viel Kaffee.

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